500 Jahre Geschichte

Entlang jener Strasse, die Orvieto mit der Via Cassia mitten durch die Umbrische Landschaft verbindet, stösst man auf ein bemerkenswert weitläufiges vulkanisches Becken in welchem sich- noch im Laufe des Paläozoikum - ein wunderbarer See mit ihm umgebenden, grünen Hügeln bildete.

Am Nordufer des Sees befindet sich die Stadt Bolsena, nach der auch der See benannt ist.

Diese in ihrer Art einmalige und zugleich faszinierende mittelaterliche Stadt war zuvor von den Etruskern bewohnt, denen dann die Römer folgten.

Bolsena erlebte seine Blüte im 13 Jh., und blieb für weitere 400 Jahre ein strategisch und kommerziell wichtiger Standort in der Gegend.

Das Palais/Der Palazzo Cozza Caposav i- nunmehr ein nationales Kulturdenkmal und Teil der Vereinigung historischer Bauten Italiens - wurde im Jahre 1561 von Kardinal Tiberio Crispo errichtet und für ca. ein Jahr auch als persönliche Wohnstätte genutzt.

Ein langer Verbleib war dem Purpurträger ob seiner Arroganz und Hochmütigkeit in Bolsena aber nicht beschieden. Die "Bolsenesi" ( so heissen die Einwohner Bolsenas ) liessen ihn von seiner bedeutenden Position als päpstlicher Statthalter des Kirchensaates abberufen.

Zu jener Zeit war das Gebäude in zwei Hälften geteilt, die so gewissermassen zwei eigenständige Einheiten als "palazzi" bildeten: jener, dem Felsen zugewandte Teil, befand sich im Besitz der Famile Cozza, jener hingegen, der auf der Seite des Brunnens aus der Zeit der Medici liegt, gehörte der Familie Caposavi